Al-Dschudaide, Historisches christliches Viertel in Aleppo, Syrien.
Al-Jdayde ist ein christliches Viertel in Altstadt Aleppos mit engen Gassen, die zwischen alten Häusern mit aufwendigen Verzierungen verlaufen. Die Gegend verbindet armenische Kirchen, orthodoxe Kapellen und Handelsgebäude in einem dichten urbanen Gefüge.
Nach Timurs Angriff auf Aleppo um 1400 etablierten christliche Bewohner diesen Stadtteil außerhalb der alten Mauern. Der Ort wuchs zu einem Wohn- und Handelszentrum heran und behielt diese Funktion über Jahrhunderte bei.
Das Viertel zeigt seinen christlichen Charakter in den vielen Kirchen und Kapellen, die zwischen den Wohnhäusern verteilt sind. Besucher sehen heute noch die religiösen Gewohnheiten in den Inschriften an den Häusern und in der Art, wie sich der Stadtraum um diese heiligen Orte organisiert.
Die Gassen sind eng und es braucht Zeit, um sich zwischen den Häusern zu orientieren, aber dies ist Teil des authentischen Erlebnisses. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen und Zeit mitbringen, um langsam zu spazieren und die Details der Architektur wahrzunehmen.
Im 16. und 17. Jahrhundert finanzierten zwei muslimische Stiftungen soziale Dienste in diesem überwiegend christlichen Viertel. Diese Zusammenarbeit zwischen Religionsgruppen zeigt, dass unterschiedliche Gemeinschaften damals praktisch miteinander lebten.
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