Kirche zum Heiligen Kreuz, Mittelalterliche Kathedrale auf der Insel Akdamar, Vansee, Türkei
Die Armenische Kathedrale des Heiligen Kreuzes ist eine mittelalterliche Kirche auf der Insel Akdamar im Van-See in der Türkei, die durch ihren kleeblattförmigen Grundriss und ihre zentrale Kuppel auffällt. Das Gebäude erstreckt sich über etwa 16 mal 12,5 Meter und erhebt sich als einziger größerer Bau auf der kleinen Felseninsel.
Der Architekt Manuel errichtete die Kathedrale zwischen 915 und 921 im Auftrag des armenischen Königs Gagik I. von Waspurakan, um ein Fragment des Wahren Kreuzes aufzubewahren. Sie diente als Hauptkirche eines Klosters, das bis ins 19. Jahrhundert bewohnt blieb.
Die Außenmauern zeigen aufwendige Steinschnitzereien, die biblische Erzählungen und Szenen aus der armenischen Geschichte darstellen, wobei religiöse und weltliche Motive über die gesamte Fassade verteilt sind. Diese Schnitzereien machen die Wände zu einem großen Bilderbuch, das Geschichten erzählt, ohne Worte zu verwenden.
Besucher erreichen die Kathedrale mit Booten, die regelmäßig vom Ufer des Van-Sees ablegen und etwa 20 Minuten für die Überfahrt benötigen. Auf der Insel führt ein kurzer Weg vom Anlegesteg zum Eingang hinauf.
Mittelalterliche Fresken bedecken die Gewölbe, Kreuzarme und die Kuppeltrommel und bilden die frühesten und vollständigsten Beispiele dieser Art in der Region. Einige dieser Malereien zeigen noch sichtbare Farbreste, obwohl Jahrhunderte ohne Dach die Oberflächen stark beschädigt haben.
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