Nagidos, Archäologische Stätte in Bozyazı, Türkei
Nagidos ist eine archäologische Stätte in Bozyazı mit Ruinen, die sich über den Hügel Paşabeleni erstrecken. Die Überreste zeigen deutlich erhaltene Wehrmauern, verstreute Keramikfragmente und Spuren einer Stadt, die einst an der Mittelmeerküste wichtig war.
Kolonisten aus Samos gründeten die Stadt im 8. Jahrhundert v.Chr. und entwickelten sie zu einer bedeutenden Siedlung mit eigener Münzprägung. Die Münzen trugen sowohl griechische als auch aramäische Inschriften und zeigen, dass die Stadt mit vielen verschiedenen Kulturen in Kontakt stand.
Die Stadt war ein wichtiges Handelszentrum, das seine Verbindungen durch Münzen mit Bildern von Aphrodite und Traubenbündeln zeigte. Diese Symbole spiegeln die religiösen Überzeugungen und die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft in der antiken Gemeinde wider.
Die Stätte liegt an der Mündung des Bayat-Baches mit Blick auf das Mittelmeer und lässt sich leicht von der modernen Küstenstraße aus erreichen. Der Ort erfordert bequeme Schuhe und Vorsicht auf unebenem Gelände, da die Ruinen über einen bewaldeten Hügel verteilt sind.
Eine kleine Insel namens Nagidoussa liegt etwa 200 Meter vor der Küste und bewahrt Überreste antiker Strukturen sowie eine Festung aus der Osmanenzeit. Diese Festung wurde aus Steinen und Materialien gebaut, die von der untergegangenen Stadt stammten.
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