Maalem Synagogue, Jüdische Synagoge im Stadtteil Hasköy, Istanbul, Türkei
Maalem Synagogue steht an der Harap Çeşme Straße und überblickt das Goldene Horn von der Hanglage des Hasköy-Viertels in Istanbul aus. Das Gebäude aus Stein stammt aus dem 20. Jahrhundert und besitzt ein einfaches, funktionales Aussehen mit rechteckigem Grundriss und wenigen dekorativen Elementen außen.
Die Synagoge wurde 1960 erbaut, während das Hasköy-Viertel seinen massiven jüdischen Bevölkerungsrückgang erlebte. Sie blieb als letzte funktionierende jüdische Stätte in einem Gebiet bestehen, das einst Dutzende von Synagogen und eine blühende jüdische Gemeinde beherbergte.
Die Gemeinde nutzt die Synagoge hauptsächlich für Schabbat-Gottesdienste nach dem Nusach-Sefard-Ritus, der unter östlichen jüdischen Gemeinden verbreitet ist. Der Ort dient als Zentrum für die religiösen Praktiken einer kleinen, eng verbundenen Gemeinde vor Ort.
Besucher müssen ihre Besuche im Voraus anmelden, da Sicherheitsmaßnahmen nach Ereignissen Anfang 2000er Jahre implementiert wurden. Die Öffnungszeiten sind begrenzt und konzentrieren sich hauptsächlich auf Schabbat-Gottesdienste.
Das Innere beherbergt ein charakteristisches tevah oder Lesepult, das die Form eines Schiffsbug hat. Diese ungewöhnliche maritime Form teilt sich mit anderen historischen Synagogen in der Stadt und spiegelt die Verbindung des Viertels zur Schifffahrt und zum Hafen wider.
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