Denkmal für das Magdeburger Recht, Historisches Monument im Podil-Viertel, Kiew, Ukraine.
Das Denkmal für die Magdeburger Stadtrechte ist eine Steinsäule mit einem säulengetragenen Sockel und einem kugelförmigen Abschluss, die am Dnjepr-Ufer im Stadtteil Podil steht. Sie wurde am Fuß des Andreashanges errichtet, an einer Stelle, die gut vom Flussufer aus zu sehen ist.
Das Denkmal wurde 1802 errichtet, um das Stadtrecht zu feiern, das Kyiv im Mittelalter nach dem Vorbild der deutschen Stadt Magdeburg erhalten hatte. Dieses Recht wurde mehrfach unterbrochen und zuletzt 1785 unter Katharina der Großen erneuert, was der unmittelbare Anlass für den Bau war.
Die Säule steht an der Stelle, wo laut Überlieferung die Kinder des Fürsten Wladimir getauft wurden, was den Ort eng mit der Annahme des Christentums in der Kiewer Rus verbindet. Wer heute daran vorbeigeht, bemerkt oft Kerzen oder kleine Gaben, die von Besuchern hinterlassen werden, die dem Ort religiöse Bedeutung beimessen.
Das Denkmal ist zu Fuß vom Podil-Viertel aus leicht zu erreichen und liegt direkt am Flussufer in der Nähe der Andriyivskyy-Auffahrt. Der Platz um die Säule ist offen und eben, sodass man sie gut von mehreren Seiten betrachten kann.
Die Säule wurde nach einem Entwurf des Architekten Andrei Melensky gebaut, der auch für viele andere frühe klassizistische Bauten in Kyiv verantwortlich war, was sie zu einem Schlüsselwerk seines Schaffens macht. Trotz ihrer Lage direkt am Wasser wurde sie nie durch Überschwemmungen beschädigt, obwohl das Dnjepr-Ufer in dieser Gegend für saisonale Überschwemmungen bekannt war.
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