Graben, Historischer Platz und Fußgängerstraße im ersten Bezirk von Wien, Österreich.
Der Graben erstreckt sich vom Stock-im-Eisen-Platz bis zu den Kreuzungen von Kohlmarkt und Tuchlauben und bildet Teil des goldenen U von Wien mit Luxusboutiquen, traditionellen Hoflieferanten und eleganter Architektur, die beide Seiten der Fußgängerzone säumt.
Ursprünglich ein römischer Verteidigungsgraben um das Lager Vindobona, wurde der Graben im zwölften Jahrhundert mit dem Lösegeld für König Richard Löwenherz aufgefüllt, wodurch das Gebiet zu einer Wohn- und Geschäftsstraße wurde, die sich im Mittelalter weiterentwickelte.
Die Straße diente als Schauplatz für große kaiserliche Prozessionen und religiöse Feste, einschließlich des Fronleichnamsfestes, und zeigt die barocke Pestsäule, die von Kaiser Leopold I. als Denkmal zur Erinnerung an die Befreiung Wiens von der Pestepidemie des siebzehnten Jahrhunderts errichtet wurde.
Im Jahr neunzehnhundertdreiundsiebzig zur ersten Fußgängerzone Wiens umgewandelt, ist der Graben über die U-Bahn-Station Stephansplatz erreichbar und bleibt das ganze Jahr über geöffnet, wobei die Geschäfte während der üblichen Öffnungszeiten betrieben werden und saisonale Dekorationen während der Weihnachtszeit vorhanden sind.
Wolfgang Amadeus Mozart wohnte im Jahr siebzehnhunderteinundachtzig als junger Mann am Graben siebzehn, und im Jahr fünfzehnhundertzweiundfünfzig wurde der erste in Österreich gesehene Elefant während der Feierlichkeiten Kaiser Maximilians durch die Straße geführt, was zwei denkwürdige Momente in der langen Geschichte der Straße markiert.
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