Goldenes Dachl, Spätgotisches Gebäude in der Altstadt, Österreich
Das Goldene Dachl ist ein spätgotisches Gebäude in der Innsbrucker Altstadt, Österreich, das durch seinen reich verzierten Erker auffällt. Der Vorbau ragt von der Fassade heraus und ist mit vergoldeten Kupferschindeln gedeckt, die vor dem hellen Mauerwerk glänzen.
Maximilian I. ließ den Erker 1493 anlässlich seiner Hochzeit mit Bianca Maria Sforza erbauen und nutzte ihn als königliche Tribüne für Turniere. Das Bauwerk markierte den Beginn seiner Regentschaft in Tirol und diente als sichtbares Zeichen seiner Macht.
Der Name des Wahrzeichens leitet sich von den vergoldeten Kupferschindeln ab, die bei verschiedenen Lichtverhältnissen unterschiedlich leuchten. Einheimische kennen das Gebäude als Neuhof, während Besucher meistens auf dem Platz davor stehenbleiben und zum Erker hinaufschauen.
Das Museum im Gebäude öffnet von Mai bis September täglich und von Oktober bis April Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr. Der Erker ist von außen jederzeit sichtbar, die beste Aussicht hat man vom Platz direkt davor.
Hinter den figürlichen Reliefs am Balkon verlaufen versteckte Inschriften in lateinischer Sprache, die sich auf Licht und Führung beziehen. Der Historiker Erhard Maroschek entdeckte diese Texte bei einer Restaurierung und interpretierte sie als symbolische Botschaften des Kaisers.
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