Gaugefechtsstand Wien, Militärischer Kommandopunkt in Ottakring, Österreich
Der Gaugefechtsstand Wien ist ein unterirdischer Gefechtsstand im Wienerwald-Gebiet von Wien, der über eine druckfeste Treppe erschlossen wird und in etwa 25 Meter Tiefe in einen langen horizontalen Tunnel mündet. Der Haupttunnel verfügt über zwei separate Ein- und Ausgänge und verbindet verschiedene Räume, die einst für Führungs- und Kommunikationsaufgaben genutzt wurden.
Der Gefechtsstand war zwischen 1942 und 1945 in Betrieb und koordinierte Luftschutzwarnungen sowie Verteidigungsoperationen in Wien, wobei er eng mit den drei Flaktürmen der Stadt zusammenarbeitete. Nach dem Krieg wurden die oberirdischen Strukturen entfernt, um den unkontrollierten Zugang zu unterbinden.
Während der Kriegsjahre arbeiteten hier Militärangehörige und Zivilbeamte gemeinsam daran, die Luftschutzwarnungen für die gesamte Stadt zu koordinieren. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie tief solche verborgenen Anlagen in den Alltag Wiens eingebunden waren.
Der nördliche Ausgang ist noch teilweise im Wienerwald sichtbar, aber das Gelände ist uneben und die genaue Lage nicht sofort erkennbar. Wer den Ort erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk tragen und ausreichend Zeit für die Suche einplanen.
Im Bunker war ein sogenanntes Drahtfunk-System installiert, eine frühe Form der Massenübertragung, bei der Warnsignale über das Telefonnetz direkt in Haushalte und Betriebe übertragen wurden. Dieses System funktionierte auch dann noch, wenn das normale Rundfunknetz ausfiel.
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