Eiskar, Alpengletscher in Kötschach-Mauthen, Österreich.
Der Eiskar-Gletscher ist ein Gebirgsgletscher in den Karnischen Alpen bei Kötschach-Mauthen in Österreich, der sich über etwa 400 Meter Länge erstreckt und zwischen rund 2.160 und 2.390 Metern Höhe liegt. Seine Oberfläche zeigt typische Gletschermerkmale wie Spalten und Schneefelder, die das ganze Jahr über sichtbar bleiben.
Der italienische Geograf Olinto Marinelli führte 1897 die erste wissenschaftliche Vermessung des Gletschers durch und begründete damit eine regelmäßige Messreihe, die bis heute fortgeführt wird. Diese Langzeitbeobachtungen ermöglichen es Forschern, die Veränderungen des Eises über mehr als ein Jahrhundert hinweg zu verfolgen.
Im Gletschergebiet sind noch heute Schützengräben und Befestigungsanlagen aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen, als hier österreichische und italienische Truppen kämpften. Diese Überreste prägen das Erleben der Landschaft und verbinden das Naturgebiet mit einer schweren Kriegsgeschichte.
Der Zugang zum Gletscher erfordert alpine Erfahrung, da das Gelände steil ist und über eine Kletterroute oder einen Weg über die Kellerwand erreicht werden kann. Festes Schuhwerk und Kenntnisse im Hochgebirge sind notwendig, um sich in diesem Bereich sicher zu bewegen.
Der Eiskar-Gletscher ist der südlichste Gletscher der Karnischen Alpen und der letzte, der in diesem Gebirge überlebt hat. Seine Lage genau auf der Grenze zwischen Österreich und Italien macht ihn zu einem besonderen Punkt in der Alpengeografie.
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