Haus der Industrie, Denkmalgeschütztes Gebäude im Bezirk Landstraße, Wien, Österreich.
Das Haus der Industrie ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit vier Geschossen und neobarocken Elementen an der Fassade, das sich auf dem Schwarzenbergplatz 4 befindet. Die innere Ausstattung verbindet praktische Räume mit aufwendig gestalteten Salons für Versammlungen und repräsentative Funktionen.
Das Gebäude wurde zwischen 1906 und 1909 vom Architekten Karl König entworfen und nach dem Zweiten Weltkrieg zum Sitz des Alliierten Rates. Es diente dieser Funktion bis 1955, einer Zeit, die für Österreichs Weg zur Unabhängigkeit entscheidend war.
Der Großsaal zeigt Ölgemälde und barocke Rahmen, die zusammen mit dekorativen Karyatiden ein Industriewappen über Marmorsäulen umgeben. Diese künstlerische Gestaltung spiegelt den Wohlstand und die Macht wider, die die Industrie damals hatte.
Das Gebäude bewahrt einen funktionierenden Paternoster-Aufzug aus dem Jahr 1911, der von Besuchern und Personal täglich genutzt wird. Dieser historische Aufzug bietet eine ungewöhnliche Erfahrung und zeigt die technische Innovation der frühen 1900er Jahre.
Hier fanden im Mai 1955 vorbereitende Gespräche zwischen Außenministern statt, die zum Österreichischen Staatsvertrag und der Unabhängigkeit des Landes führten. Diese Verhandlungen waren Meilensteine in Österreichs Weg aus der Besatzung.
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