Brandhof, Historische Einsiedelei in Mariazell, Österreich
Brandhof ist ein Einsiedelei-Anwesen in der Nähe von Mariazell in Österreich, bestehend aus einem rechteckigen Wohngebäude mit steilem Satteldach sowie mehreren landwirtschaftlichen Nebengebäuden auf etwa 1.080 Metern Höhe. Das Ensemble liegt an den Hängen des Seeberg-Berges und ist von Wald und Wiesen umgeben.
Erzherzog Johann ersteigerte das alte Gehöft 1818 und baute es innerhalb weniger Jahre zu einem Jagdschloss aus. Der Umbau spiegelt das wachsende Interesse des österreichischen Adels an alpinen Gütern im frühen 19. Jahrhundert wider.
Der Speisesaal des Brandhofs ist mit Buntglasfenstern von Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld und Matthäus Loder ausgestattet, die Szenen aus dem Leben von Erzherzog Johann zeigen. Wer durch den Raum geht, bekommt so einen direkten Einblick in die persönliche Welt des Erzherzogs.
Der Brandhof ist über Wanderwege rund um den Seeberg erreichbar, daher sind festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung empfehlenswert. Das Bergwetter kann sich schnell ändern, weshalb es ratsam ist, die Bedingungen vor dem Aufbruch zu überprüfen.
Die achteckige gotische Kapelle auf dem Gelände beherbergt eine hölzerne Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert, die ursprünglich aus Schloss Thernberg stammt. Das Kunstwerk wurde vom Erzherzog bewusst hier aufgestellt und steht in keinem direkten Zusammenhang mit der ursprünglichen Geschichte des Gehöfts.
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