Darasbari Mosque, Islamisches Monument aus dem 15. Jahrhundert im Distrikt Chapai Nawabganj, Bangladesch.
Die Darasbari-Moschee ist eine rechteckige Ziegelkonstruktion mit einer Grundfläche von etwa 34 Metern mal 20,6 Metern und sieben spitzbogigen Öffnungen, die von Osten zum Hauptgebetsraum führen. Die elf Gebetsnischen sind in der großen Halle angeordnet, wobei zwei besondere Bereiche in der oberen Galerie für Angehörige des Herrscherhauses vorgesehen waren.
Der Herrscher Shamsuddin Yusuf Shah ließ die Moschee 1479 erbauen, wodurch sie zum dritten größten Gotteshaus der damaligen Stadt Gaur-Lakhnauti wurde. Dieses Bauwerk entstand in einer Zeit, als die Region unter islamischer Herrschaft stand und bedeutende architektonische Werke errichtet wurden.
Der Gebetsraum mit seinen elf Mihrab-Nischen zeigt noch heute, wie Menschen unterschiedlicher Stellung hier beteten - zwei spezielle Bereiche waren dem Adel vorbehalten. Diese räumliche Aufteilung erzählt von den sozialen Unterschieden, die im mittelalterlichen Bengalen auch beim Gebet sichtbar wurden.
Das Gebäude liegt etwa einen Kilometer südwestlich des Kotwali-Tors und ist leicht zu erreichen, wenn man die Lage kennt. Es ist regelmäßig offen und Besucher können es betreten, insbesondere für Fotografien der Architektur und der Ziegelverzierungen.
Terrakotta-Reliefs schmücken die westliche und südliche Außenseite unterhalb des Gesimses und zeigen die kunstvolle Handwerkskunst der islamischen Periode Bengalens. Diese dekorativen Elemente unterscheiden sich deutlich von der schlichten Ziegelstruktur des Rests des Gebäudes.
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