Gaur, Archäologische Stätte im Distrikt Malda, Indien und Bangladesch
Gaur ist eine ausgedehnte archäologische Stätte im Distrikt Malda an der Grenze zwischen Indien und Bangladesch, die Hunderte von Ruinen aus dem Mittelalter enthält. Die Überreste umfassen Moscheen, Tore, Minarette, Gräber und Befestigungen, die sich über offene Felder und bewaldete Flächen verteilen.
Die Stadt wurde von buddhistischen Königen gegründet und wuchs im 12. Jahrhundert unter den Sena-Herrschern zu einem Machtzentrum heran. Muslimische Sultane übernahmen Gaur im 13. Jahrhundert und bauten es bis zum 16. Jahrhundert zur Hauptstadt Bengalens aus, bevor die Stadt nach Epidemien aufgegeben wurde.
Der Name Gaur bezieht sich auf die mittelalterliche Metropole, die Kaufleute und Gelehrte aus Persien und Zentralasien anzog. Heute sehen Besucher Gebäude, in denen sich islamische Bögen mit lokalen Terrakotta-Ornamenten und bengalischen Dachformen verbinden.
Die Stätte liegt beiderseits der indisch-bangladeschischen Grenze, daher müssen Reisende Visa und Genehmigungen vorab prüfen. Viele Ruinen stehen inmitten von Feldern und Dörfern, daher helfen ein lokaler Führer und festes Schuhwerk bei der Orientierung.
Die Tantipara-Moschee bewahrt Terrakotta-Tafeln mit Hindu-Motiven, die von älteren Tempeln wiederverwendet wurden. Diese Elemente zeigen, wie Baumeister Material aus früheren religiösen Strukturen in neue Gebäude integrierten.
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