Korenmarkt, Ghent, Platz und Fußgängerzone in Gent, Belgien
Der Korenmarkt ist eine Fußgängerzone und ein Platz im Herzen von Gent, umgeben von Gebäuden aus verschiedenen Epochen, darunter die mächtige Sint-Niklaaskerk im Scheldt-Gotik-Stil. Der Platz öffnet sich auf der einen Seite zur Leie, von wo aus man die historischen Häuserzeilen der Graslei und der Korenlei sieht.
Bereits im 10. und 11. Jahrhundert war dieser Ort ein zentraler Handelsplatz, an dem Getreideschiffe entlang der Schelde und der Leie anlegten und Bauern ihr Korn verkauften. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er auch zum Ausgangspunkt für Postkutschen, die die Stadt mit dem übrigen Europa verbanden.
Der Name Korenmarkt bedeutet auf Deutsch 'Kornmarkt' und erinnert an die Zeit, als Bauern hier ihr Getreide verkauften. Die Straße Klein Turkije, die direkt an den Platz grenzt, trägt einen Namen, der früher den Bankrott bezeichnete, und beherbergt heute Kneipen mit lokalen Bieren.
Der Platz ist vollständig autofrei und lässt sich bequem zu Fuß erkunden; er verbindet die Einkaufsstraßen Veldstraat und Kortemunt und ist ein natürlicher Ausgangspunkt für Spaziergänge ins Stadtzentrum. Wer die ruhigere Seite des Ortes erleben möchte, sollte früh am Morgen oder nach dem Abendessen vorbeikommen, da es tagsüber und während der Gentse Feesten sehr belebt sein kann.
Auf dem Gelände des heutigen Post- und Einkaufsgebäudes stand einst ein Theater, das Koninklijk Nederlands Toneel, ein Zeichen dafür, wie stark sich die Funktion dieses Teils des Platzes verändert hat. Am 26. Januar 1340 erklärte König Eduard III. von England auf diesem Platz öffentlich seinen Anspruch auf den französischen Thron, ein Ereignis, das den Beginn des Hundertjährigen Krieges markierte.
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