Graslei, Fußgängerzone und geschütztes Denkmal in Gent, Belgien
Die Graslei ist eine geschützte Fußgängerzone am Ufer der Leie in der Altstadt von Gent, die von einer Reihe historischer Zunfthäuser aus verschiedenen Epochen gesäumt wird. Die Fassaden der Häuser stehen direkt am Wasser und zeigen romanische, gotische und barocke Stile nebeneinander.
Die Graslei war ab dem 11. Jahrhundert der wichtigste Handelskai von Gent, wo Getreide, Salz und Tuche umgeschlagen wurden. Die Zunfthäuser entstanden im Laufe mehrerer Jahrhunderte, als der Reichtum der Stadt wuchs und jede Gilde ein eigenes Gebäude errichtete.
Die Zunfthäuser an der Graslei trugen jeweils einen eigenen Namen, der auf das dort ausgeübte Gewerbe hinwies, wie das "Haus der freien Schiffer" oder das "Kornmesshaus". Wer heute die Fassaden entlanggeht, kann diese Namen auf Schildern lesen und so erkennen, welche Berufe hier einst das Stadtleben bestimmten.
Die Graslei ist eine reine Fußgängerzone und lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei die gegenüberliegende Korenlei ebenfalls gut zu Fuß erreichbar ist. Bei warmem Wetter füllt sich das Ufer schnell mit Menschen, sodass ein früher Besuch am Morgen mehr Ruhe bietet.
Eines der Gebäude an der Graslei, das sogenannte Romanische Haus, gilt als eines der ältesten erhaltenen Privathäuser Belgiens und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Von außen wirkt es fast unscheinbar zwischen den jüngeren Nachbarhäusern, aber sein Mauerwerk ist Jahrhunderte älter als die meisten anderen Fassaden.
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