Eibar, Industriegemeinde in Gipuzkoa, Baskenland, Spanien
Eibar liegt im Tal des Ego im Debabarrena-Gebiet und erstreckt sich zwischen bewaldeten Berghängen auf rund 120 Metern Höhe. Die Siedlung zieht sich entlang des Flusslaufs, wobei enge Straßen und mehrstöckige Gebäude den begrenzten ebenen Raum zwischen den Hängen ausfüllen.
König Alfons XI. von Kastilien gründete die Siedlung 1346 unter dem Namen Villanueva de San Andrés de Heybar und verlieh ihr Stadtrechte. Metallverarbeitung entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert zur Haupterwerbsquelle und prägte über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes.
Der Name der Siedlung verbindet das baskische Wort für Weide mit einer jahrhundertealten Waffenbautradition, die heute noch in Werkstätten und Ausbildungsstätten sichtbar wird. Bewohner pflegen diese handwerkliche Identität durch regelmäßige Veranstaltungen und lokale Initiativen, die das technische Erbe lebendig halten und jüngeren Generationen weitergeben.
Die AP-8 Autobahn und Züge von Euskotren verbinden den Ort regelmäßig mit San Sebastián und Bilbao. Besucher finden die meisten Einrichtungen im engen Talgrund, wo kurze Fußwege zwischen Straßen und Plätzen ausreichen, um das Zentrum zu erkunden.
Die Escuela de Armería besteht seit dem 19. Jahrhundert und bildet heute noch junge Fachkräfte in Metallverarbeitung und Maschinenbau aus. Vor Ort lassen sich außerdem gravierte Kleinwaffen aus vergangenen Jahrhunderten in lokalen Sammlungen besichtigen.
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