Tafeln von Botorrita, Bronzeinschriften in Botorrita, Spanien
Die Botorrita-Tafeln sind vier Bronzetafeln aus dem Altertum, die in der Nähe von Zaragoza, Spanien, ausgegraben wurden und Texte auf Keltiberisch sowie Latein tragen. Drei der Tafeln sind auf Keltiberisch beschriftet, während die vierte auf Latein verfasst ist und Regelungen zu Wasserrechten und Gemeinschaftsvereinbarungen enthält.
Die Tafeln wurden Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. angefertigt und stammen aus einer alten Stadt, die sich einst in dieser Region befand. Sie wurden über mehrere Jahrzehnte bei Ausgrabungen am Fundort freigelegt, der heute als Contrebia Belaisca bekannt ist.
Die Tafeln zeigen, dass die Keltiberer eine eigene Schriftsprache verwendeten, um rechtliche Vereinbarungen festzuhalten, was für diese Region ungewöhnlich war. Eine der Tafeln ist auf Latein verfasst, was zeigt, dass die Gemeinschaft bereits mit der römischen Verwaltung in Kontakt stand.
Die Tafeln sind im Museum von Zaragoza ausgestellt, wo sie zusammen mit weiteren Funden aus der Ausgrabungsstätte besichtigt werden können. Es lohnt sich, genug Zeit einzuplanen, um die Inschriften aus der Nähe zu betrachten, da die Gravuren sehr fein gearbeitet sind.
Die erste Tafel enthält den längsten bekannten keltiberischen Text mit elf Zeilen auf der Vorderseite und einer Namensliste auf der Rückseite. Diese Tafel ist das einzige Dokument dieser Art, das Vorder- und Rückseite für unterschiedliche Inhalte nutzt.
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