Puigcerdà, Berggemeinde in Cerdanya, Katalonien, Spanien.
Puigcerdà ist ein Gebirgsort in der Cerdanya auf etwa 1.200 Metern Höhe, der an der spanisch-französischen Grenze nahe dem Segre-Fluss liegt. Die Stadt sitzt auf einem erhöhten Gelände und bietet Zugang zur benachbarten französischen Gemeinde Bourg-Madame.
König Alfonso I. von Aragon gründete den Ort 1178 als neues Verwaltungszentrum der Cerdanya und löste damit die frühere Hauptstadt Hix ab. Diese Gründung machte die Stadt zu einem wichtigen Verwaltungsposten in der Grenzregion.
Der Torre del Campanar ist ein Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert, der das einzige erhaltene Gebäude der ursprünglichen Pfarrkirche darstellt. Besucher sehen diesen Turm heute als Wahrzeichen des Ortes, das die religiöse Vergangenheit der Stadt widerspiegelt.
Das Eisenbahnnetz verbindet den Ort seit 1929 mit Frankreich über die Linie Portet-Saint-Simon und ermöglicht Überquerungen der Pyrenäen. Besucher können sich leicht zu Fuß durch den kompakten Ortskern bewegen und haben Zugang zu den umliegenden Bergen.
Während des Spanischen Bürgerkriegs verwaltete sich die Stadt unter einem demokratisch gewählten Anarchisten-Rat selbst, was einen außergewöhnlichen Fall in der spanischen Verwaltungsgeschichte darstellt. Diese ungewöhnliche Form der Selbstregierung hinterließ Spuren in der lokalen Erinnerung.
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