Santa Maria de Puigcerdà, Gotische Kirche in Puigcerdà, Spanien
Die Kirche Santa Maria ist ein religiöses Gebäude in Puigcerdà mit gotischen und romanischen Merkmalen. Der Glockenturm erhebt sich etwa 42 Meter hoch und ruht auf vier Granitpfeilern mit einer achteckigen Grundform aus Stein und Mauerwerk.
Der Bau der Kirche begann im März 1178, und am 11. Oktober desselben Jahres übertrug Papst Alexander III. dem Bischof Arnau ihren Besitz. Sie wurde im romanischen Stil errichtet und Ende des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil erweitert und umgebaut. Ein Brand am 1. Juni 1785 beschädigte den Hauptaltar, das Presbyterium, die Sakristei, das Archiv und die Orgel. 1936 riss die CNT-FAI die Kirche während des Spanischen Bürgerkriegs ab und ließ nur den Glockenturm zur Überwachung stehen.
Der Glockenturm und das gotische Eingangsportal mit Blumenmotiven sind zentrale Elemente der katalanischen Architektur aus dem Mittelalter, die heute noch sichtbar sind. Diese Details zeigen, wie die Menschen damals ihre Kirchen gestalteten und welche Handwerkstechniken sie beherrschten.
Die Kirche selbst steht nicht mehr: Sie wurde 1936 abgerissen, an ihrer Stelle liegt heute die Plaça de Santa Maria. Der Glockenturm ist seit dem späten 20. Jahrhundert besteigbar; das Portal aus dem 14. Jahrhundert wurde in das Kloster Sant Domènec versetzt. Rechts an diesem Portal ist das Relief eines Lastträgers zu sehen.
Der obere Abschnitt des Glockenturms, im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut, ist achteckig und zeigt nur an den Ecken des Polygons Steinblöcke. Ein Brand am 6. Juli 1650, verursacht durch Arbeiten an der Bleiverkleidung, ließ die Glocken und die Uhr schmelzen.
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