Santa Cueva de Covadonga, Heilige Höhle in Covadonga, Spanien
Die Santa Cueva de Covadonga ist eine Höhle im Berg Auseva, in die eine Kapelle mit natürlichen Felsformationen hineingebaut wurde und über deren Fassade ein Wasserfall hinabstürzt. Im Inneren befinden sich ein kleiner Altar, Steinwände mit feuchten Stellen und ein schmaler Raum, in dem sich das Tageslicht mit dem Schein der Kerzen mischt.
Im Jahr 722 soll König Pelayo hier christliche Streitkräfte zum Sieg gegen muslimische Truppen geführt haben, was den Beginn der Reconquista auf der Iberischen Halbinsel markierte. Die Höhle wurde später zu einem königlichen Begräbnisort, in dem Pelayo selbst und sein Schwiegersohn Alfonso I. beigesetzt wurden.
Der Schrein beherbergt eine Holzstatue der Jungfrau von Covadonga, bekannt als La Santina, die besonders während religiöser Feste zahlreiche Pilger anzieht. Viele Besucher entzünden Kerzen vor der Figur und hinterlassen kleine Opfergaben in den Felsnischen der natürlichen Grotte.
Besucher erreichen die Höhle über eine lange Steintreppe, die vom Vorplatz hinaufführt, und sollten wegen der Feuchtigkeit und der unebenen Stufen festes Schuhwerk tragen. Der Zugang steht täglich ohne Eintrittsgelt offen, doch die Grotte kann bei Hochbetrieb eng werden, sodass ein früher Besuch am Morgen oder am späten Nachmittag ruhiger ist.
Zwei steinerne Sarkophage sind in eine Seitenkammer der Grotte eingelassen, die die Überreste von Pelayo und seinem Nachfolger Alfonso I. bergen. Diese Anordnung verwandelt die Höhle in eine der wenigen Kapellen Spaniens, die zugleich als königliche Krypta dient.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.