Barri Gòtic, Mittelalterliches Viertel in Barcelona, Spanien
Das Gotische Viertel ist ein mittelalterliches Stadtviertel im Herzen von Barcelona, das sich über mehrere Blocks zwischen der Rambla und der Via Laietana erstreckt. Die Straßen sind eng und verwinkelt, mit Steinpflaster belegt und von hohen Fassaden gesäumt, die Balkone aus Schmiedeeisen und schmale Fenster zeigen.
Die Römer gründeten hier im 1. Jahrhundert v. Chr. die Siedlung Barcino und errichteten Mauern, von denen noch Abschnitte sichtbar sind. Im Mittelalter wuchs die Stadt über die römischen Grenzen hinaus und neue Kirchen, Paläste und öffentliche Gebäude entstanden auf den alten Fundamenten.
Der Name Barri Gòtic wurde im frühen 20. Jahrhundert geprägt, als die Stadt begann, das mittelalterliche Erbe des Viertels bewusst zu pflegen. Heute durchqueren Einheimische die Gassen auf dem Weg zur Arbeit, während sich auf kleinen Plätzen ältere Nachbarn zum Gespräch treffen.
Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da viele Gassen für den Autoverkehr gesperrt sind und oft Treppen die Ebenen verbinden. Morgens herrscht weniger Betrieb, während nachmittags und abends mehr Geschäfte öffnen und Bars belebt werden.
An mehreren Hauswänden sind noch römische Inschriften und Reliefs aus dem 2. und 3. Jahrhundert eingelassen, die während späterer Bauarbeiten wiederverwendet wurden. Einige Keller heutiger Restaurants und Geschäfte ruhen direkt auf römischen Fundamenten, die man durch Glasböden betrachten kann.
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