Augustus-Tempel, Römischer Tempel im Gotischen Viertel, Spanien.
Der Tempel des Augustus ist eine römische Ruine im Gotischen Viertel, bei der vier kalksteinerne Säulen mit korinthischen Kapitellen etwa 12 Meter hoch in einem mittelalterlichen Gebäude erhalten sind. Sie zeigen die Bauweise eines wichtigen Tempels aus der Antike und sind heute direkt durch die Wände eines späteren Hauses sichtbar.
Der Tempel wurde im späten ersten Jahrhundert vor Christus unter Kaiser Augustus errichtet und war ein zentrales Heiligtum in der römischen Stadt Barcino. Im Mittelalter wurde er in die Mauern neuer Gebäude eingebaut, wodurch die Säulen bis heute erhalten blieben.
Der Tempel zeigt, wie die römische Religion den Alltag in der antiken Stadt prägte und wie diese heiligen Orte später in die mittelalterliche Stadtstruktur eingebunden wurden. Besucher können heute sehen, wie die Säulen in den Wänden eines gotischen Hauses stecken und so zwei Epochen räumlich verbinden.
Die Ruine kann täglich kostenlos besucht werden und befindet sich direkt in der mittelalterlichen Altstadt, sodass sie leicht zwischen anderen Sehenswürdigkeiten des Viertels zu finden ist. Der Zugang erfolgt von außen durch die Straße, da sich die Säulen in die Wand eines privaten Hauses eingebettet haben.
Die Säulen entstanden um das Jahr 10 vor Christus und gehörten ursprünglich zu einem Heiligtum, das der Verehrung des Kaisers Augustus gewidmet war, nicht nur irgendeinem Gott. Diese kaiserliche Verbindung macht die Ruine zu einem seltenen Zeugnis der politischen Macht, die Rom in Hispanien ausübte.
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