Maman, Bronzene Spinnenskulptur im Guggenheim Museum, Bilbao, Spanien
Maman ist eine Bronzeskulptur aus der gleichnamigen Werkgruppe, die in Bilbao am Eingang des Guggenheim-Museums steht. Die acht dünnen Beine aus Edelstahl ragen neun Meter in die Höhe, während unter dem Körper ein Sack mit 32 Marmoreiern hängt.
Louise Bourgeois schuf das erste Exemplar 1999 im Auftrag der Tate Modern in London für die Unilever Series. Später entstanden mehrere Abgüsse, die an verschiedenen Orten weltweit aufgestellt wurden.
Die französisch-amerikanische Bildhauerin nannte das Werk nach dem französischen Wort für Mutter, und die Eier im Inneren stehen für Schutz und Fruchtbarkeit. Spinnen weben Netze, wie Bourgeois' Mutter Wandteppiche reparierte, und diese Verbindung durchzieht die gesamte Serie.
Besucher können unter der Skulptur hindurchgehen und sie von allen Seiten betrachten, da sie auf dem Vorplatz des Museums frei steht. Die beste Sicht auf die Eier und den Körperbau hat man aus einer leichten Entfernung.
Jedes Bein verläuft in einem weiten Bogen nach außen, ähnlich den Strebepfeilern gotischer Kathedralen. Diese Form verteilt das Gewicht so, dass die dünnen Stahlrohre mehrere Tonnen tragen können.
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