Königreich Aragón, Mittelalterliches Königreich im Nordosten der Iberischen Halbinsel, Spanien.
Das Königreich Aragonien erstreckte sich über das Ebrotal und machte Jaca, Huesca und Zaragoza zwischen 1035 und 1707 nacheinander zu seinen Hauptstädten. Das Territorium verbündete sich später mit Katalonien und bildete eine starke Mittelmachtmacht, die Handel und Einfluss über weite Teile Südeuropas ausübte.
Das Königreich entstand 1035, als Sancho III. von Navarra sein Territorium seinem Sohn Ramiro I. überließ und damit aus einem karolingischen Grafschaftsgebiet ein unabhängiger Staat wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs seine Macht durch Bündnisse und Eroberungen, bis es 1707 in Spanien aufging.
Die Region entwickelte ein eigenes Rechtssystem, die Fueros von Aragonien, das Bürgern Rechte und Privilegien sicherte und die königliche Macht durch parlamentarische Institutionen begrenzte.
Die historischen Gebiete liegen heute über mehrere Regionen verteilt, daher ist es sinnvoll, die verschiedenen Hauptstädte einzeln zu besuchen. Jaca, Huesca und Zaragoza bieten jeweils unterschiedliche Einblicke in verschiedene Phasen dieser Geschichte.
Die Heirat von Königin Petronilla von Aragonien mit Ramon Berenguar IV. von Barcelona im Jahr 1150 schuf die Krone von Aragonien, eine Mittelmachtmacht, die Handel und territoriale Kontrolle vereinte. Diese Verbindung machte das Reich zu einem der einflussreichsten Staaten des Mittelalters in Europa.
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