Kathedrale von Santiago de Compostela, Katholische Kathedrale in Santiago de Compostela, Spanien
Die Kathedrale des heiligen Apostels Jakobus ist eine katholische Kirche in Santiago de Compostela in Spanien, die aus grauem Stein mit romanischen und barocken Elementen erbaut wurde. Ihr Grundriss folgt einem lateinischen Kreuz mit drei Schiffen, die sich über eine Länge von 100 Metern und eine Breite von 70 Metern erstrecken.
Der Bau begann 1075 unter König Alfonso VI., als Bischof Diego Peláez das Projekt über den Resten älterer Kirchen leitete. Spätere Bauphasen brachten im 18. Jahrhundert die barocke Fassade und weitere Umgestaltungen, die das romanische Innere umgaben.
Der Name Santiago verbindet sich mit dem Apostel Jakobus, dessen angenommenes Grab seit Jahrhunderten Pilger aus ganz Europa anzieht. Die meisten Besucher berühren heute die Mittelsäule des Portikus und nehmen an den täglichen Gottesdiensten teil, die den Raum mit Gebet und Gesang erfüllen.
Die Obradoiro-Fassade erreicht man über die Maximilianische Treppe, eine doppelte, rautenförmige Rampe aus dem 17. Jahrhundert von Ginés Martínez, die den Eingang zur romanischen Krypta des 12. Jahrhunderts von Meister Mateo umschließt. Die Kathedrale öffnet täglich für Gottesdienste, Pilgerbesuche und Beichten, mit rollstuhlgerechten Eingängen.
Das Botafumeiro kommt in den beiden Quellenartikeln nicht vor; sie berichten dagegen, dass die Türen und Glocken der 997 von Almansor niedergebrannten Kirche nach Córdoba gebracht und 1236 nach Toledo überführt wurden. Die Obradoiro-Fassade, 1740 von Fernando de Casas Novoa vollendet, zeigt Jakobus als Pilger zwischen dem Glocken- und dem Uhrturm.
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