Motril, Mediterrane Küstengemeinde in der Provinz Granada, Spanien
Motril ist eine Küstengemeinde in der Provinz Granada zwischen dem Mittelmeer und der Sierra Nevada in Andalusien. Lange Strände wechseln sich mit subtropischen Obstplantagen ab, die sich bis an die Stadtgrenze ziehen.
Phönizier gründeten hier eine Siedlung, die später unter römischer und arabischer Herrschaft stand. Die arabische Zeit prägte den Ort besonders durch die Einführung des Zuckerrohranbaus, der bis ins 20. Jahrhundert die Wirtschaft bestimmte.
Die Zuckerrohrverarbeitung hat sich über Jahrhunderte in der Landschaft niedergeschlagen, wo heute Avocados und Chirimoyas zwischen alten Bewässerungskanälen wachsen. Der Hafen verbindet die Stadt mit Nordafrika und bringt täglich Waren und Reisende ans spanische Festland.
Das Zentrum liegt etwas landeinwärts vom Strand, sodass man zwischen Geschäften und Küste etwa einen Kilometer zurücklegen muss. Der Hafen im Osten der Stadt ist sowohl für Fähren als auch für Frachtschiffe zugänglich.
Ein Museum zeigt die ursprünglichen Maschinen und Techniken der Zuckerverarbeitung aus dem Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Besucher können nachvollziehen, wie Rohrzucker in mehreren Schritten gewonnen und raffiniert wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.