Tarifa, Küstengemeinde an der südlichen Spitze Spaniens.
Tarifa ist eine Gemeinde an der Südspitze der Iberischen Halbinsel, wo Mittelmeer und Atlantik aufeinandertreffen. Die Küstenlinie erstreckt sich über etwa 38 Kilometer und wird von mehreren langen Sandstränden gesäumt, an denen besonders starke Winde für raue See sorgen.
Der Ort entstand nach der muslimischen Eroberung im achten Jahrhundert durch Tarif ibn Malik, einen Befehlshaber der Berber. Die strategische Lage an der Meerenge brachte über die Jahrhunderte verschiedene Herrscher hierher, bis die Region im späten 15. Jahrhundert unter kastilische Kontrolle kam.
Der Ort trägt seinen Namen nach einem maurischen Feldherrn und zeigt heute noch die Spuren der nordafrikanischen Vergangenheit in den verwinkelten Gassen und weißen Häusern mit flachen Dächern. Fischer arbeiten am Hafen nach Methoden, die seit Jahrhunderten überliefert sind, während Surfer und Kitesurfer die starken Winde nutzen, die das Jahr über konstant wehen.
Fähren verbinden den Hafen mit Tanger in Marokko und verkehren mehrmals täglich mit Platz für Autos und Fußgänger. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde und erfordert gültige Reisedokumente für die Einreise nach Afrika.
Reste einer römischen Stadt namens Baelo Claudia liegen einige Kilometer östlich und zeigen intakte Säulen, Tempel und Anlagen zur Fischverarbeitung aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Archäologen haben dort außerdem ein gut erhaltenes Forum und eine Basilika freigelegt, die Einblick in das römische Alltagsleben an dieser abgelegenen Küste geben.
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