Algeciras, Hafenstadt in der Provinz Cádiz, Spanien
Algeciras ist eine Hafenstadt in der Provinz Cádiz im Süden Spaniens, die sich entlang der Bucht von Gibraltar erstreckt und vom Río de la Miel durchflossen wird. Der Hafen ist einer der größten Containerhäfen Europas und bietet regelmäßige Fährverbindungen nach Nordafrika, während sich die Altstadt um die Plaza Alta im Zentrum versammelt.
Maurische Truppen gründeten die Stadt im Jahr 713, nannten sie Al-Jazīrah al-Khaḍrāʾ und nutzten sie als Hafen für die Überfahrt nach Nordafrika. Alfons XI. eroberte sie 1344, doch im Jahr 1704 mussten spanische Flüchtlinge aus Gibraltar die Stadt neu aufbauen und verliehen ihr das heutige Gesicht.
Der Name stammt von der arabischen Bezeichnung Al-Jazīrah al-Khaḍrāʾ, die grüne Insel, und erinnert an die maurische Vergangenheit dieser Hafenstadt. Heute spielt der Fandango de Algeciras, eine besondere Form des Flamenco, eine zentrale Rolle im kulturellen Leben und wird in lokalen Tabancos und bei Festen aufgeführt.
Die Küste erstreckt sich über 23 Kilometer und verbindet mehrere Strände wie El Rinconcillo, San García und Getares mit dem Hafen, durch den täglich zahlreiche Frachtschiffe und Fähren fahren. Besucher sollten beachten, dass der Hafen ein geschäftiges Viertel ist, während die Strände im Westen ruhigere Bereiche bieten.
Teile des Naturparks Los Alcornocales liegen innerhalb der Stadtgrenzen und bieten Wanderwege durch Korkeichenwälder, die bis ans Meer reichen. Das Städtische Museum zeigt Exponate zur Seefahrtsgeschichte und bewahrt Fundstücke aus der maurischen und römischen Zeit.
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