Aranjuez, Königliche Gemeinde in der Gemeinschaft Madrid, Spanien
Aranjuez ist eine Stadt am Zusammenfluss von Tajo und Jarama in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, etwa 50 Kilometer südlich der Hauptstadt. Die königliche Anlage mit ihren ausgedehnten Gartenanlagen bildet das Zentrum der Stadt, während die Wohnviertel sich rund um dieses historische Gebiet verteilen.
Die katholischen Könige errichteten hier Ende des 15. Jahrhunderts eine königliche Residenz, die später unter den Habsburgern erweitert wurde. Im 18. Jahrhundert ließ König Philipp V. einen neuen Palast nach französischem Vorbild bauen, der die heutige Anlage prägt.
Der Palastbereich beherbergt mehrere Gärten mit mythologischen Skulpturen und Wasserspielen, während die umliegenden Straßen die symmetrische Bauweise aus der Zeit König Ferdinands VI. zeigen. Besucher bemerken oft die Maulbeerbäume entlang der Alleen, die einst zur Seidenraupenzucht dienten.
Die Stadt liegt etwa eine Stunde südlich von Madrid mit regelmäßigen Zugverbindungen vom Bahnhof Atocha. Besucher können das historische Zentrum zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen.
Die königlichen Gärten beherbergen eine der größten Sammlungen alter Bäume in Europa, darunter Exemplare aus dem 18. Jahrhundert, die aus Übersee gebracht wurden. Ein Teil des ursprünglichen Bewässerungssystems aus der Renaissancezeit funktioniert noch heute.
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