Brücke von Alcántara, Römische Brücke in Alcántara, Spanien
Die Alcántara-Brücke ist ein römisches Bauwerk aus sechs Bögen, das den Tajo in der Extremadura überspannt und eine Länge von 194 Metern erreicht. Die Höhe von 71 Metern macht den Übergang zu einem der eindrucksvollsten Beispiele römischer Ingenieurskunst auf der Iberischen Halbinsel.
Kaiser Trajan ließ das Bauwerk zwischen 104 und 106 nach Christus errichten, finanziert von zwölf Gemeinden der antiken Provinz Lusitania. Die Bögen blieben über die Jahrhunderte intakt und dienten als wichtiger Übergang während maurischer und christlicher Herrschaft.
Der Name stammt vom arabischen al-Qantarah und bedeutet der Bogen, ein Zeichen für den kulturellen Austausch zwischen römischer und maurischer Zeit auf der Iberischen Halbinsel. Reisende können die massive Bauweise aus Granit bewundern, die seit Jahrhunderten im Alltag der Region präsent ist.
Besucher können das Bauwerk zu Fuß erkunden und sollten feste Schuhe tragen, da die Wege rund um den Fluss manchmal uneben sind. Der Blick ist an klaren Tagen am besten, wenn die Sonne die Granitsteine und das Wasser des Tajo beleuchtet.
Eine Inschrift auf dem mittleren Pfeiler nennt die Namen der Gemeinden, die den Bau finanzierten, und ist bis heute lesbar. Der Architekt Gaius Iulius Lacer baute neben dem Übergang auch einen kleinen Tempel, der dem Kaiser gewidmet war.
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