Desfiladero de Despeñaperros, Naturpark in Santa Elena, Spanien.
Despeñaperros ist ein Naturschutzgebiet in der Provinz Jaén, wo der gleichnamige Fluss tiefe Schluchten durch die Gebirgskette Sierra Morena geschnitten hat. Die vertikalen Felswände ragen mehr als 500 Meter (etwa 1.640 Fuß) in die Höhe und bilden einen engen Korridor zwischen massiven Granitformationen.
Die Gegend diente jahrhundertelang als einziger praktischer Weg zwischen Andalusien und dem Hochland Kastiliens, wobei Armeen und Händler durch die enge Schlucht ziehen mussten. Im Jahr 1212 fand hier die Schlacht bei Las Navas de Tolosa statt, ein Wendepunkt in der Reconquista auf der iberischen Halbinsel.
Der Name des Durchgangs bedeutet wörtlich übersetzt "Hunde-Hinabwerfen" und bezieht sich auf eine alte Legende über Banditen, die hier Reisende von den Felsen stürzten. Heute wandern Besucher auf gesicherten Wegen durch die engen Schluchten, wo die Felswände so nah zusammenrücken, dass der Himmel manchmal wie ein schmaler Streifen wirkt.
Das Gebiet umfasst 7.649 Hektar mit zahlreichen markierten Routen, die sich für Wanderungen, Radtouren und Ausritte eignen. Informationstafeln entlang der Wege erklären die einheimische Tier- und Pflanzenwelt, sodass Besucher mehr über die Umgebung erfahren.
Im Park leben dreißig endemische Arten, darunter seltene Pflanzen und Tiere, die nur in dieser Region vorkommen. Eine geologische Formation namens Los Órganos zeigt vertikale Gesteinsschichten, die an die Pfeifen einer Kirchenorgel erinnern und ein beliebtes Fotomotiv darstellen.
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