Sierra de las Nieves, Nationalpark in der Provinz Málaga, Spanien
Der Sierra de las Nieves ist ein Nationalpark in der Provinz Málaga im Südwesten Andalusiens, der sich über sieben Gemeinden erstreckt und am Torrecilla-Gipfel seine höchste Erhebung erreicht. Das Schutzgebiet umfasst kalkhaltige Gebirgsketten mit tiefen Schluchten, ausgedehnten Pinsapo-Tannenwäldern und Karsthöhlen, die in verschiedenen Höhenlagen unterschiedliche Mikroklimata schaffen.
Die Region wurde 1989 als Naturpark anerkannt und 1995 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, bevor sie im Juli 2021 offiziell den Status eines Nationalparks erhielt. Die Erhebung zum Nationalpark folgte auf jahrzehntelange Schutzbemühungen lokaler Umweltschützer und Behörden, die die biologische Vielfalt der Bergketten bewahren wollten.
Der Name des Gebiets stammt von alten Schneespeichern, in denen Anwohner jahrhundertelang Schnee im Winter sammelten und ihn dann im Sommer an umliegende Städte verkauften. Diese Grubensysteme liegen verstreut in den Höhenlagen und erinnern an eine Zeit, als Eis noch manuell gewonnen wurde.
Besucherzentren in mehreren Gemeinden bieten Karten und grundlegende Orientierungshilfen für Wanderer, die markierte Routen durch die verschiedenen Höhenzonen des Parks erkunden möchten. Die Wege variieren von leichten Spaziergängen entlang der unteren Täler bis zu steilen Aufstiegen nahe der Gipfel, sodass Wanderer ihre Route je nach körperlicher Kondition wählen sollten.
Die Pinsapo-Tanne wächst fast ausschließlich in diesem Gebiet und bildet einen der letzten natürlichen Bestände dieser alten Baumart auf der Iberischen Halbinsel. Besucher können diese seltenen Nadelbäume in höheren Zonen beobachten, wo sie dichte Haine auf den nördlichen Hängen bilden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
