Castillo de Castellar, Maurische Burg in Castellar de la Frontera, Spanien
Das Schloss von Castellar de la Frontera steht auf einem Hügel über dem Stausee Guadarranque und wird von starken Steinmauern und mehreren Türmen geschützt. Das Gelände beherbergt auch ein ganzes mittelalterliches Dorf mit engen Gassen und Häusern, die bis heute bewohnt sind.
Das Schloss entstand in islamischer Zeit und diente Jahrhunderte lang als Grenzfestung zwischen christlichen und muslimischen Gebieten. Nach der christlichen Eroberung wurde es weiterhin als militärischer Posten genutzt und prägte die Entwicklung der Region.
Das Schloss zeigt Spuren beider Epochen seiner Geschichte – islamische und christliche Bauformen stehen nebeneinander und erzählen von den verschiedenen Völkern, die hier lebten und bauten. Die Bewohner des Dorfes nutzen diese mittelalterlichen Räume heute noch als ihre Häuser und Werkstätten.
Der Ort ist über die Straße A-405 von San Roque aus erreichbar, und es werden regelmäßig Führungen angeboten. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen, da die Wege und Treppen im Dorf steil und schmal sind.
Das Dorf ist das erste und einzige Beispiel einer Rückbesiedlung, bei dem Bewohner freiwillig wieder in eine vollständig erhaltene mittelalterliche Festung zogen. Diese bewusste Entscheidung, innerhalb der historischen Mauern zu leben, macht es zu einem lebendigen Denkmal statt nur einer archäologischen Stätte.
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