El-Sidron-Höhle, Prähistorische Fundstätte in Piloña, Spanien.
Sidrón ist eine große Karsthöhle mit mehreren Gängen und Kammern, die in Kalkstein ausgebildet sind. Wissenschaftler haben dort Tausende von Knochen und Zähnen aus verschiedenen Epochen gefunden, was sie zu einem der wichtigsten archäologischen Orte macht.
Die Höhle wurde 1994 entdeckt, als Arbeiter auf menschliche Überreste stießen, die zunächst als Opfer des Spanischen Bürgerkriegs gedeutet wurden. Erst später erkannte man, dass diese Funde viel älter waren und zu Neandertalern gehörten, was umfangreiche Ausgrabungen auslöste.
Die Höhle trägt einen Namen, der auf ihre Lage zurückgeht, und zieht heute Besucher an, die sich für die Spuren unserer fernen Verwandten interessieren. Menschen kommen hierher, um zu verstehen, wie Neandertaler lebten und zusammenlebten.
Der Zugang zur Höhle ist begrenzt, um die archäologischen Funde und mehrere dort lebende Fledermausarten zu schützen. Besucher sollten sich vorher informieren, da nicht alle Bereiche zugänglich sind und spezielle Bedingungen gelten.
Bei der Analyse der Knochen fanden Wissenschaftler Schnittspuren, die früher für Hinweise auf Kannibalismus gehalten wurden, doch neuere Untersuchungen zeigen ein komplexeres Bild. Die Markierungen könnten auch von der Zerlegnug von Tieren oder Praktiken bei der Beerdigung stammen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.