El Cristo de la Luz, Ehemalige Moschee in Toledo, Spanien
Die Moschee Cristo de la Luz ist ein ehemaliges islamisches Gotteshaus in Toledo, Spanien, das heute als Kapelle dient. Die rechteckige Anlage aus Stein und Backstein zeigt neun Gewölbefelder, die von vier Säulen mit westgotischen Kapitellen getragen werden und durch Hufeisenbögen miteinander verbunden sind.
Ahmad Ibn Hadidi ließ das Gebäude im Jahr 999 als Moschee Bab al-Mardum errichten, in einer Zeit, als Toledo noch unter islamischer Herrschaft stand. Nach der Eroberung durch König Alfons VI. im Jahr 1085 wurde es zur christlichen Kapelle umgewandelt und erhielt später einen romanischen Apsisbau.
Der Name stammt vom arabischen Bab al-Mardum, was Tor des Mardum bedeutet und auf das nahe Stadttor verweist. Der christliche Zusatz bezieht sich auf eine Legende, nach der bei der Eroberung Toledos ein Kruzifix mit brennender Kerze in der Mauer gefunden wurde.
Der Besuch dauert meist nicht länger als 20 Minuten, da der Innenraum überschaubar ist. Das Gebäude liegt auf einer leichten Anhöhe außerhalb der Altstadt, daher sollte man etwas Gehzeit einplanen.
Jedes der neun Deckengewölbe trägt ein anderes geometrisches Muster, das aus miteinander verflochtenen Bögen und Sternen gebildet wird. Diese mathematische Präzision macht das Bauwerk zu einem seltenen Beispiel für die Baukunst des 10. Jahrhunderts auf der Iberischen Halbinsel.
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