Vía de la Plata, Römische Straße zwischen den Provinzen León, Zamora, Salamanca, Cáceres und Badajoz, Spanien.
Die Vía de la Plata ist eine antike römische Straße, die sich über etwa 800 Kilometer von Mérida nach Astorga durch den westlichen Teil der Iberischen Halbinsel erstreckt. Die Strecke durchquert fünf Provinzen und verbindet dabei zahlreiche historische Städte und archäologische Fundstätten miteinander.
Römische Ingenieure bauten diese Verbindung im ersten Jahrhundert, um Truppenbewegungen zu erleichtern und strategische Siedlungen miteinander zu verknüpfen. Im Mittelalter entwickelte sich die Strecke zu einem wichtigen Pilgerweg in Richtung Santiago de Compostela.
Der Name leitet sich nicht von Silber ab, sondern vermutlich vom arabischen Wort für gepflasterte Straße, was auf die gut erhaltenen römischen Steinabschnitte hinweist. Pilger nutzen heute noch mehrere originale Brücken aus römischer Zeit, wenn sie durch kleine Dörfer und offene Felder wandern.
Reisende können die Strecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, wobei zahlreiche Unterkünfte und Raststätten in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen. Die flacheren südlichen Abschnitte eignen sich gut für Anfänger, während die nördlichen Bereiche hügeliger werden.
Meilensteine aus dem zweiten und dritten Jahrhundert stehen noch entlang des Weges und markieren die Entfernungen zwischen antiken Stationen. Einige Abschnitte zeigen bis heute die tiefen Furchen, die römische Karrenräder in den Stein gegraben haben.
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