Kernkraftwerk Santa María de Garoña, Stillgelegtes Kernkraftwerk in Valle de Tobalina, Spanien
Santa María de Garoña ist eine stillgelegte Kernkraftanlage im Valle de Tobalina, die sich am Ebro-Fluss befindet. Die Anlage hatte einen Siedewasserreaktor mit einer Leistung von 466 Megawatt und war ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für die spanische Energiewirtschaft.
Der Bau der Anlage begann 1966 und markierte Spaniens zweiten Schritt in die Kernenergieerzeugung. Die Anlage lief bis 2013, bevor der Stilllegungsprozess eingeleitet wurde, der mehrere Jahre in Anspruch nahm.
Das Kraftwerk führte zu umfangreichen Diskussionen über die Kernenergiepolitik in Spanien und zu Protesten über die Umweltsicherheit.
Der Standort ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich und liegt in einem ländlichen Gebiet des Valle de Tobalina. Besucher sollten sich vorher erkundigen, ob Führungen oder begrenzte Besichtigungen möglich sind, da die Stilllegungsarbeiten noch andauern.
Die Anlage war eine der ersten Kernkraftwerke in Spanien und spielte eine Rolle in nationalen Energiedebatten der 1970er und 1980er Jahre. Ihr Stilllegungsprozess diente als Fallstudie für die sichere Entsorgung radioaktiver Materialien in Europa.
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