Kloster Piedra, Zisterzienserkloster und Naturpark in Nuévalos, Spanien
Das Kloster Piedra ist ein cisterciensisches Kloster in Nuévalos in Spanien, das heute als Touristenziel mit natürlichem Park dient. Die Anlage erstreckt sich entlang des Flusses Piedra und verbindet Klostergebäude mit Wasserfällen, Höhlen und bewaldeten Wegen, die einen geschützten Talabschnitt durchziehen.
König Alfonso II. von Aragón gründete die Abtei im Jahr 1194 und übergab sie dem Zisterzienserorden, der hier bis zur Enteignung im Jahr 1835 lebte. Die Schließung fiel mit der allgemeinen Säkularisierung religiöser Güter in Spanien zusammen, nach der private Eigentümer das Gelände in einen zugänglichen Park umwandelten.
Der Name stammt vom Fluss Piedra ab, dessen kaltes Wasser durch das Gelände fließt und früher die Mönche bei ihrer täglichen Arbeit versorgte. Besucher können heute den ehemaligen Küchenbereich betreten, wo die Ordensbrüder Techniken zur Verarbeitung von Kakao erlernten und diese innerhalb der iberischen Halbinsel verbreiteten.
Der Park öffnet täglich das ganze Jahr über und bietet Führungen durch die Klosterräume sowie selbstständige Routen durch die Naturanlage an. Die Wege folgen dem Flusslauf und führen zu mehreren Aussichtspunkten, wobei festes Schuhwerk wegen der feuchten Stufen und Brücken empfohlen wird.
Das Gelände beherbergt Spaniens erste Fischzucht, die seit 1867 in Betrieb ist und heimische Forellen für regionale Gewässer liefert. Die Zuchtanlage nutzt das kalte Flusswasser und gilt als Vorläufer moderner Aquakultur auf der iberischen Halbinsel.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
