Huerta Sur, Verwaltungsbezirk in der Provinz Valencia, Spanien
Horta Sud ist eine Verwaltungsregion mit etwa 20 Gemeinden südlich von Valencia, die sich über Ackerflächen erstreckt, welche intensive Landwirtschaft betreiben. Das Gebiet erstreckt sich bis zu den Ufern des Albufera-Naturschutzgebiets und zeigt ein Mosaik aus kultiviertem Land, kleinen Ortschaften und Bewässerungskanälen.
Das Gebiet wurde ab dem 8. Jahrhundert von Mauren dauerhaft bewirtschaftet, die ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit Kanälen entwickelten, um trockene Böden in produktive Felder umzuwandeln. Dieses wassergeförderte Anbausystem prägt die Region bis heute und bildete die Grundlage für seinen wirtschaftlichen Wohlstand.
Die Märkte in diesen Gemeinden zeigen noch heute die enge Verbindung der Menschen zu ihrem Land und den Anbau von Gemüse und Zitrusfrüchten. Besucher sehen hier, wie die lokale Wirtschaft und das Alltagsleben vom Wechsel der Jahreszeiten und den Erntezeiten geprägt werden.
Die beste Zeit zum Erkunden ist früh morgens, wenn die Märkte lebendig sind und der Verkehr noch nicht zu intensiv wird. Der öffentliche Nahverkehr verbindet die Gemeinden untereinander und mit Valencia, sodass man die Region relativ einfach mit Bus oder Bahn bereisen kann.
Das Tribunal de las Aguas, ein mittelalterliches Wassergericht, tagt noch immer regelmäßig und regelt Streitigkeiten über die Nutzung der Bewässerungskanäle nach jahrhundertealten Regeln. Dieses lebende Rechtsystem ist eines der ältesten in Europa und zeigt, wie direkte Verhandlung Konflikte löst, ohne Gerichtssäle zu benötigen.
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