Cueva de Nerja, Kalksteinhöhlensystem in Nerja, Spanien
Die Cueva de Nerja ist ein Höhlensystem aus Kalkstein in der Gemeinde Nerja an der Costa del Sol. Die Gänge und Kammern ziehen sich durch mehrere Ebenen und enthalten Tropfsteine, Säulen und andere mineralische Ablagerungen, die über Jahrtausende entstanden sind.
Fünf junge Männer aus der Gegend entdeckten die Höhle 1959 bei der Suche nach Fledermäusen und stießen dabei auf prähistorische Malereien und Werkzeuge. Archäologen fanden später Spuren menschlicher Besiedlung, die bis in die Altsteinzeit zurückreichen, sowie Überreste von Tieren aus der Eiszeit.
Der Name der Höhle leitet sich vom arabischen Wort für "reichhaltige Quelle" ab, das die maurische Vergangenheit der Region widerspiegelt. Besucher können heute in einem der Säle Musik- und Tanzaufführungen erleben, bei denen die Akustik der natürlichen Felsformationen eine außergewöhnliche Klangkulisse erzeugt.
Führungen folgen einem befestigten Rundweg durch beleuchtete Bereiche, wobei die Temperatur das ganze Jahr über bei etwa 20 Grad liegt. Die Wege beinhalten Stufen und Steigungen, sodass Besucher mit eingeschränkter Mobilität dies im Voraus berücksichtigen sollten.
In einer der Kammern befindet sich die größte bekannte Stalaktitensäule der Welt, die über 32 Meter hoch ist und weiterhin langsam wächst. Forscher haben hier auch Reste von Robben gefunden, die vor Tausenden von Jahren in der Höhle lebten, als das Meer näher lag.
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