Kristallpalast, Glasgewächshaus im Retiro-Park, Spanien
Der Kristallpalast ist ein gläserner Ausstellungspavillon im Retiro-Park von Madrid, dessen eiserne Rahmenstruktur große Glasscheiben trägt. Die zentrale Kuppel erreicht eine Höhe von 22 Metern, und die gesamte Konstruktion steht auf einem gemauerten Sockel am Rand eines künstlichen Teichs, der die durchsichtige Fassade im Wasser spiegelt.
Der Pavillon wurde 1887 für die Philippinen-Ausstellung entworfen und beherbergte damals tropische Pflanzen aus der spanischen Kolonie. Architekt Ricardo Velázquez Bosco orientierte sich am Stil der viktorianischen Glashäuser und schuf eine Konstruktion, die nach dem Ende der Ausstellung im Park erhalten blieb.
Heute beherbergt das Gebäude Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst unter der Leitung des Reina Sofía Museums, wobei die durchsichtige Hülle mit den Installationen im Inneren eine besondere Verbindung eingeht. Künstler nutzen das natürliche Licht und die Reflexionen auf dem Wasser des angrenzenden Teichs, um ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln, die ohne das gläserne Umfeld nicht denkbar wären.
Das Gebäude liegt im südlichen Teil des Retiro-Parks, zu Fuß vom Haupteingang an der Puerta de Alcalá oder vom Estanque-See aus erreichbar. Der Eintritt ist frei, aber bei Regen oder starkem Wind kann der Pavillon aus Sicherheitsgründen geschlossen sein.
Die Keramikfliesen am Sockel stammen von Daniel Zuloaga, einem Künstler der spanischen Keramikbewegung des späten 19. Jahrhunderts. Sie zeigen florale Muster in Blau- und Grüntönen, die den Übergang zwischen der gemauerten Basis und der gläsernen Hülle gestalterisch verbinden.
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