San Pedro de la Nave, Westgotische Kirche in El Campillo, Spanien.
San Pedro de la Nave ist eine westgotische Kirche in El Campillo in der Provinz Zamora, die zwischen 680 und 711 erbaut wurde. Das Mittelschiff erhebt sich höher als die seitlichen Gänge und wird von Hufeisenbögen getragen, die auf massiven Pfeilern ruhen.
Die Kirche entstand zwischen 680 und 711 während der westgotischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel. Zwischen 1930 und 1932 wurde sie Stein für Stein verlegt, um sie vor der Überflutung durch den Stausee von Ricobayo zu retten.
Die geschnitzten Kapitelle im Inneren zeigen Daniel in der Löwengrube und Abrahams Opfer, jeweils aus gelbem Sandstein gehauen. Diese biblischen Szenen dienten den Gläubigen als visuelle Katechese, lange bevor gedruckte Bücher verbreitet waren.
Die Kirche liegt 22 Kilometer nordwestlich von Zamora und ist über die Nationalstraße N-122 und anschließend die Provinzstraße ZA-P-2327 nach El Campillo zu erreichen. Ein Besuch lässt sich gut mit der Erkundung kleinerer Dörfer in der Umgebung verbinden, besonders an ruhigeren Wochentagen.
Während der Verlegung entdeckten Arbeiter ein altes Sonnenuhr-ähnliches Relikt an den Mauern, das vermutlich als Kalender oder zur Anzeige der Gebetszeiten diente. Dieses Detail zeigt, wie die frühen Christen ihre Tage nach dem Lauf der Sonne ausrichteten.
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