Toros de Guisando, Keltiberische Skulpturen in El Tiemblo, Spanien
Die Toros de Guisando sind vier Granitstiere auf einem Hügel in der Nähe von El Tiemblo, die etwa 2 Meter (6,5 Fuß) hoch sind und Details wie Hörner, Schnauzen und Beine zeigen. Die Figuren stehen nebeneinander auf einem offenen Gelände mit Blick auf die umliegenden Felder und Berge.
Die Steintiere stammen aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und wurden vom Vettonenvolk geschaffen, das diese Region vor der römischen Eroberung bewohnte. Das Gelände um die Skulpturen wurde später 1468 als Ort für die Unterzeichnung des Vertrags zwischen Heinrich IV. und Isabella von Kastilien gewählt.
Die Skulpturen tragen eingravierte lateinische Inschriften, die ihre spätere Wiederverwendung während der römischen Herrschaft dokumentieren. Eine der Widmungen erwähnt Longinus und seinen Vater Prisco und zeigt damit, wie die Römer die alten Steine in ihre eigenen Gedenkrituale integrierten.
Die Skulpturen stehen auf offenem Gelände und sind über einen kurzen Weg vom Parkplatz aus erreichbar. Informationstafeln vor Ort erklären die Bedeutung dieser vorrömischen Funde in mehreren Sprachen.
Die Steine wurden ursprünglich als Grabmarkierungen oder Schutzfiguren für Viehherden verwendet, bevor sie in römischer Zeit neue Inschriften erhielten. Ihre genaue ursprüngliche Bedeutung ist weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen unter Archäologen.
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