Castro of Viladonga, Archäologische Stätte bei Castro de Rei, Spanien
Der Castro de Viladonga ist eine archäologische Stätte auf einem Bergrücken in der Gemeinde Castro de Rei, im Norden Spaniens, mit Blick auf das Tal von Terra Chá. Auf dem Gelände befinden sich die freigelegten Reste der alten Siedlung sowie ein Museum, das die bei den Ausgrabungen gefundenen Objekte aufbewahrt.
Die Siedlung entstand zwischen dem 2. und dem 5. Jahrhundert nach Christus als befestigte Gemeinschaft auf dem Hügel. Systematische Ausgrabungen begannen 1971 und legten nach und nach die Strukturen und Objekte frei, die Jahrhunderte lang unter der Erde verborgen geblieben waren.
Das Museum zeigt Waffen, Spielzeug, Werkzeuge und Keramik, die aus den Ausgrabungen stammen. Diese Gegenstände vermitteln einen direkten Eindruck davon, womit die Menschen dort ihren Alltag verbracht haben.
Die Stätte ist zu Fuß erreichbar und klar ausgeschildert, sodass Besucher sowohl zu den Ausgrabungsfeldern als auch zum Museum geleitet werden. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da das Gelände uneben ist und man etwas Zeit einplanen sollte, um beides in Ruhe zu besichtigen.
Bei den Ausgrabungen wurden zwei seltene Goldmünzen aus dem Oströmischen Reich gefunden, was darauf hindeutet, dass die Siedlung Verbindungen zu weit entfernten Handelsrouten hatte. Angesichts der abgelegenen Lage des Ortes ist das ein unerwartetes Zeugnis für seinen Austausch mit der Außenwelt.
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