El Rocío, Religiöses Dorf nahe dem Nationalpark Doñana, Spanien
El Rocío ist ein Dorf in der Nähe des Doñana-Nationalparks, dessen Straßen vollständig aus Sand bestehen und von großen weißen Häusern mit hölzernen Veranden säumen, die zum Anbinden von Pferden gedacht sind. Das Dorf beherbergt etwa 95 Bruderschaftshäuser, die das ganze Jahr leer stehen, sich aber während des Pfingstfestivals mit Pilgern füllen.
Im 15. Jahrhundert entdeckte ein Jäger aus Villamanrique eine Statue der Jungfrau Maria in einem Baumstamm, was den religiösen Ursprung des Ortes begründete. Dieses Ereignis führte dazu, dass sich hier eine wichtige Wallfahrtsstätte entwickelte.
Während der Pfingst-Wallfahrt tragen Frauen Flamenco-Kleider und Männer reiten in traditionellen Jacken durch die Straßen mit geschmückten Kutschen und Pferden. Diese Kleidung und die Art, wie Besucher sich fortbewegen, prägen das Bild des Ortes während dieser Zeit.
Der Ort ist leicht zu Fuß zu erkunden, da die sandigen Straßen übersichtlich angelegt sind und es nur wenig Fahrzeugverkehr gibt. Besucher sollten wissen, dass das Dorf außerhalb des Pfingstfestes sehr ruhig ist und die meisten Häuser geschlossen bleiben.
Während der Pfingstfeierlichkeiten versammeln sich etwa eine Million Besucher in diesem normalerweise ruhigen Ort mit nur etwa 700 ständigen Bewohnern. Diese dramatische Verwandlung findet jedes Jahr statt und macht es zu einer der größten religiösen Zusammenkünfte in Europa.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.