Pintia, Archäologische Stätte in Peñafiel, Spanien
Pintia ist ein antikes archäologisches Areal in der Nähe von Peñafiel und Padilla de Duero in Kastilien und León, Spanien, das aus drei getrennten Zonen besteht: der Siedlung Las Quintanas, der Nekropole Las Ruedas und dem Töpferviertel Carralaceña. Jeder Bereich beleuchtet einen anderen Aspekt des Lebens in dieser früheren Gemeinschaft, von der Wohnstruktur über die Bestattungspraktiken bis hin zur handwerklichen Produktion.
Die Vaccäer, ein keltisches Volk, gründeten Pintia um 400 v. Chr. als einen ihrer wichtigsten Orte in der meseta norte. Die römische Expansion führte schließlich zur Zerstörung und Aufgabe der Siedlung.
Die Nekropole von Las Ruedas zeigt, wie die Vaccäer ihre Toten bestatteten: Waffen, Keramik und persönliche Gegenstände wurden mit ins Grab gelegt. Diese Funde geben einen direkten Einblick in die Alltagswelt und die Vorstellungen dieser Bevölkerung.
Das Gelände liegt zwischen Peñafiel und Padilla de Duero und ist am besten mit dem Auto zu erreichen, da die öffentlichen Verkehrsverbindungen in der Umgebung begrenzt sind. Die Universität Valladolid organisiert im Sommer Ausgrabungsprogramme, an denen interessierte Besucher direkt teilnehmen können.
Das Töpferviertel Carralaceña beherbergt einen der größten antiken Brennöfen, die je in Europa entdeckt wurden, was darauf hindeutet, dass Pintia weit über die eigene Region hinaus Waren produzierte. Diese Entdeckung überraschte Forscher, die zunächst nicht mit einem so großen Produktionszentrum an diesem Ort gerechnet hatten.
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