Carmen de los Mártires, Historischer Garten in Granada, Spanien.
Carmen de los Mártires ist ein ausgedehnter Garten mit mediterraner Flora, der sich über mehrere Ebenen eines Hügels erstreckt und Teiche, gewundene Wege sowie weitreichende Ausblicke bietet. Die unterschiedlichen Höhenlagen ermöglichen Sichtachsen auf Granada, die Sierra Nevada und die umgebende Landschaft.
Der Ort war ursprünglich während der Nasriden-Zeit ein Gefängnis mit unterirdischen Silos, bevor er 1573 zu einem Karmeliterkonvent umgebaut wurde. Der heilige Johannes vom Kreuz wirkte dort zwischen 1581 und 1588 als Prior und verfasste Teile seiner mystischen Werke.
Der Garten zeigt eine Mischung aus maurischen und europäischen Gestaltungseinflüssen, mit verschiedenen Bereichen wie einem nasridischen Innenhof nach Alhambratyp, französischen geometrischen Gärten und englischen romantischen Elementen. Diese verschiedenen Stile spiegeln unterschiedliche Epochen und künstlerische Strömungen wider, die sich in den Gärten überlagert haben.
Man kann den Garten über eine Kleinbahn von der Straße Isabel la Católica erreichen, wobei der Eintritt frei ist und gepflegte Wege zum Wandern und Fotografieren einladen. Geführte Touren werden angeboten und helfen dabei, die botanische Vielfalt und die verschiedenen Gartenbereiche kennenzulernen.
In dem Gelände befinden sich Überreste von vierzehn kegelförmigen unterirdischen Silos, die in Felsen gegraben sind und früher Hunderte von Gefangenen aufnehmen konnten. Dies ist einer der wenigen Orte, wo man noch mittelalterliche Gefängnisarchitektur neben Ziergärten sehen kann.
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