Cemetery of Comillas, Gotischer Friedhof in Comillas, Spanien
Der Friedhof von Comillas ist eine Begräbnisstätte auf den Ruinen einer ehemaligen Kirche, umgeben von Steinmauern mit Zinnen und Kreuzen, die sich über dem Kantabrischen Meer erheben. Das Gelände besteht aus aufgestapelten Nischen, Mausoleen aus Stein und Gedenksteinen, die sich entlang der geneigten Fläche verteilen.
Der Standort diente im 15. Jahrhundert als Pfarrkirche, bis Konflikte zwischen der Gemeinde und dem Herzog von Infantado im 16. Jahrhundert zu seiner Umwandlung führten. Ende des 19. Jahrhunderts gestaltete Architekt Luis Domenech i Montaner die Kirchenruinen zu einem Friedhof um und erweiterte den Komplex mit neuen Grabstätten.
Der Friedhof spiegelt die Bindung zwischen dem Ort und dem Meer wider, mit Monumenten und Gräbern, die sich entlang der Hanglagen erstrecken und den Blick auf die Küste lenken. Die Architektur der Mausoleen folgt lokalen Baustilen und erzählt von Familien, die seit Generationen hier begraben liegen.
Der Zugang erfolgt durch ein rundbogiges Tor mit Eisentür, von wo aus schmale Wege zwischen senkrechten Nischen und Gedenksteinen hindurchführen. Das Terrain ist hügelig und die Wege können eng sein, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert und angemessene Zeit sollte eingeplant werden, um das Gelände zu erkunden.
Im höchsten Punkt des Friedhofs steht die Skulptur des Ángel Exterminador des katalanischen Bildhauers Josep Llimona, ein beeindruckendes Werk aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Diese überlebensgroße Figur mit ausgebreiteten Flügeln wurde 1895 errichtet und bleibt heute das dominierende Element der gesamten Anlage.
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