Cerro del Villar, Phönizische archäologische Stätte in Guadalmar, Málaga, Spanien.
Cerro del Villar ist eine acht Hektar große archäologische Stätte neben dem Fluss Guadalhorce, nur einen Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Sie enthüllt die Überreste einer antiken phönizischen Siedlung mit Wohnstrukturen und Verwaltungsgebäuden aus verschiedenen Epochen.
Die Siedlung wurde im achten Jahrhundert vor Christus gegründet und diente als bedeutende phönizische Kolonie an einer Flussmündung. Sie wurde im sechsten Jahrhundert vor Christus aufgegeben, wahrscheinlich aufgrund von Umweltveränderungen und dem Wandel der Handelswege.
Die Fundstücke hier zeigen, wie die Phönizier täglich lebten und arbeiteten. Keramik und Werkzeuge erzählen von ihren Handwerkstechniken und dem Handel, der diese Siedlung prägte.
Der Ort befindet sich in einem modernen Vorort von Málaga und ist am besten mit dem Auto erreichbar, da es keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Die Ausgrabungen sind nicht immer für Besucher zugänglich, daher sollte man vorher nachfragen, ob gerade aktive Forschungsprogramme stattfinden.
Das Gelände bewahrt ein ursprüngliches phönizisches Stadtplan, der nicht durch moderne Bebauung überlagert wurde. Dies macht es zu einem seltenen Fenster in die antike Stadtplanung des Mittelmeerraums, wo man die räumliche Organisation authentisch nachvollziehen kann.
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