Ciudad de Cantabria, Archäologische Stätte in La Rioja, Spanien.
Ciudad de Cantabria ist eine archäologische Fundstätte an der Südseite des Cerro de Cantabria in Logroño, La Rioja. Sie liegt auf einem langgestreckten, oben abgeflachten Hügel von über 1,5 Hektar, dessen höchster Punkt im Süden etwa 120 Meter über dem Ebro aufragt. Ausgrabungen legten Abschnitte mittelalterlicher Ringmauern und Türme, Vorratssilos, Fußböden aus verdichtetem Sand und ein Kindergrab in einem Wohnhaus frei.
Der Hügel war ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. besiedelt, als hier ein keltiberisches Verteidigungs-Oppidum und ein Flusshafen der klassischen Stadt Varia lagen. Ausgrabungen seit 1944 legten Mauern, Türme und eine mittelalterliche Nekropole frei; 2012 wurde die Stätte als Bien de Interés Cultural geschützt.
Die Ausgrabungen zeigen Überreste von Wohngebäuden und Befestigungsanlagen, die Einblicke in das Alltagsleben der frühmittelalterlichen Gemeinschaft geben. Die Architektur und Anordnung der Strukturen spiegeln, wie die Bewohner ihre Siedlung zum Schutz und zur Selbstversorgung gestaltet haben.
Der Ort ist über markierte Wege vom nahen Dorf aus erreichbar, und vor Ort gibt es Informationstafeln, die die Anordnung und Geschichte zeigen. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und auf die Topografie des Hügels vorbereitet sein, da der Zutritt zu den Überresten zum Teil auf unbefestigten Wegen erfolgt.
Die Stätte ist nicht mit dem rein römischen Vareia im Logroñer Stadtteil Varea zu verwechseln. Forscher verbinden ihre ältesten Schichten mit dem Oppidum Varia, zu dem als Urbs die Fundstätte La Custodia in Viana (Navarra) gehört, Sitz derselben keltiberischen Beronen.
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